Das Märchen von Brambilla: Vom Rausschmiss bei Foggia zum Debüt auf der Bank von Juventus

Die Karriere von Massimo Brambilla im vergangenen Jahr liest sich wie ein Fußballmärchen. In nur etwas mehr als zwölf Monaten wurde der Trainer aus Brianza von einer abrupten Entlassung in Italiens dritter Liga zu einem Anruf von Juventus, einen der renommiertesten Vereine des Landes zu führen, wenn auch nur vorübergehend. Seine Geschichte zeigt, wie dramatisch der Weg eines Managers verlaufen kann, aber auch, dass diejenigen belohnt werden, die es verstehen, mit jungen Spielern zu arbeiten und nie aufhören, an ihre Fähigkeiten zu glauben.

Ein Sommer in Foggia und ein vorzeitiger Abschied

Im Sommer 2024, nach zwei Spielzeiten als Trainer von Juventus Next Gen, nahm Brambilla die Herausforderung an, Foggia in der Serie C zu trainieren - seine erste Erfahrung mit einer Profimannschaft. Sein offizielles Debüt gab er am 10. August in der Coppa Italia für die Liga, doch das Abenteuer begann mit einer Niederlage gegen Monopoli denkbar schlecht. Die Schwierigkeiten setzten sich in der Liga fort: An sechs Spieltagen holten die “satanelli” nur fünf Punkte, bei einem einzigen Sieg und beunruhigenden zwölf Gegentoren. Präsident Nicola Canonico, der sowohl mit den Leistungen als auch mit den Ergebnissen unzufrieden war, beschloss, das Abenteuer des Trainers zu beenden und kündigte nach der 1:2-Heimniederlage gegen Giugliano am 25. September seine Entlassung an. Brambilla wurde wegen mangelnder Ausgeglichenheit der Mannschaft kritisiert und seine Erfahrung in Apulien endete nach zwei Monaten. Ende Oktober bot ihm der Verein eine Rückkehr an, nachdem sein Nachfolger zurückgetreten war, aber er lehnte ab und schloss dieses Kapitel endgültig ab.

Rückkehr zu Juventus Next Gen und der Förderung junger Talente

Brambillas Karriere begann wieder bei Juventus. Am 12. November 2024 holte ihn der Verein zurück, um Paolo Montero an der Spitze der Next Gen zu ersetzen, die damals am Ende der Gruppe C in der Serie C lag. Der Trainer aus der Lombardei nahm das Angebot begeistert an und schaffte eine unerwartete Wende: Die Mannschaft kletterte auf den neunten Platz und erreichte damit die Playoffs. Das war nichts Neues für ihn: In der Saison 2022-23 hatte er das Finale der Coppa Italia der Serie C erreicht, und im Jahr darauf führte er die U23-Mannschaft bis ins Viertelfinale der Playoffs. Seine Fähigkeit, mit jungen Spielern zu arbeiten, wird im Verein sehr geschätzt; unter seiner Führung blühten Talente wie Huijsen, Iling-Junior, Barbieri und Barrenechea auf, von denen einige den Sprung in die A-Mannschaft schafften oder mit großem Gewinn verkauft wurden. Brambilla wurde so zu einem Bezugspunkt im technischen Projekt von Juventus.

Von der Serie C zur Serie A: Der Ruf von Juventus

Am 27. Oktober 2025, nach einer Niederlage in der Liga gegen Lazio und acht Spielen ohne Sieg, beschloss Juventus, Igor Tudor zu entlassen. Auf der Suche nach einem neuen Trainer entschied sich die Vereinsführung für Massimo Brambilla. Für ihn war es ein absolutes Debüt auf der Trainerbank der Serie A: Das Spiel gegen Udinese am 29. Oktober war seine erste Erfahrung in der höchsten italienischen Spielklasse. Der Sprung von der Serie C in die Serie A innerhalb eines Jahres ist bemerkenswert, zeigt aber auch, wie sehr der Verein auf seine Fähigkeit vertraut, die Gruppe in einem heiklen Moment zu stabilisieren.

Die Ernennung zum Interimstrainer beseitigt nicht die Ungewissheit über die langfristige Zukunft der Juventus-Bank, aber sie ist eine Anerkennung für die Arbeit, die im Jugendbereich und in der zweiten Mannschaft geleistet wurde. Für Brambilla ist es die größte Prüfung seiner Karriere, eine Chance, die sich ihm nach einer Reihe von Höhen und Tiefen bietet, die jeden hätten entmutigen können. Stattdessen hat der Trainer aus Brianza jede Etappe genutzt, um sich weiterzuentwickeln, und bewiesen, dass er es versteht, junge Talente zu fördern und auch bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben.

Eine Reise voller Lektionen

Brambillas Geschichte macht deutlich, wie prekär die Lage eines professionellen Trainers sein kann: Eine Reihe schlechter Ergebnisse reicht aus, um jemanden arbeitslos zu machen. Sie zeigt aber auch, dass ernsthafte Arbeit und die Fähigkeit, junge Spieler zu entwickeln, unerwartete Türen öffnen können. Nach der bitteren Episode in Foggia hat sich der Trainer nicht unterkriegen lassen, sondern sich mit Juventus Next Gen wieder auf das konzentriert, was er am besten kann, und sich dank seiner Erfahrung eine neue Chance verdient. In einer Fußballwelt, die ihre Protagonisten oft verschlingt, ist diese Geschichte eine Erinnerung daran, dass es zweite Chancen für diejenigen gibt, die das Beste aus ihrer ersten Chance machen.


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